Archiv für Februar, 2008

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Umzingelt.

5. Februar 2008 1 Kommentar

Robert Menasse, lesend im Eck, Katharina Stemberger in angeregter Unterhaltung beim Fenster, Reinhold Bilgeri im Gespräch mit Michael Köhlmeier, gleich nebenan.

Umzingelt von Promis, geschätzten solchen, beim Frühstücken im Sperl, heute früh.

I’m tired of being afraid.

4. Februar 2008 3 Kommentare

Ich fürchte mich nicht, und sage mal bevor wir das Ergebnis des morgigen Super Tuesdays kennen, wen ich mir als nächste starke Frau der Vereinigten Staaten von Amerika wünschen würde.

Sorry, Hillary, I salute you, but I’m afraid, I’d vote for her:


(Video auf YouTube)

Soviel politisches Feingefühl, soviel rhetorisches Talent, soviel gesundes Selbstbewusstsein hat man offenbar einfach in den “Staaten” – selbst wenn man nicht kandidiert. Ich weiss, ich weiss: es wäre genial, die erste Frau wirklich im Amt der Präsidentin zu sehen, und nicht bloss an der Seite des Präsidenten.

Und für den Fall, dass ich morgen abend kurzfristig enttäuscht sein sollte, halte ich es hier ja mit Robert Misik, der unlängst zu Clinton vs. Obama gemeint hat: er würde beide nehmen, und zwar mit Handkuss.

Update: Tom Schaffers Sicht auf die “Change-Granate” Obama.

Falco (gest. am 6. Feb. 1998)

1. Februar 2008 Keine Kommentare

Bevor kommende Woche wieder alle Stereotypen über Dich plattgewalzt werden, erzählen wir Steuermänner und Heldinnen von heute den ganz jungen Römern anlässlich Deines 10. Todestags bereits jetzt mit gewiss auch kindischer Nostalgie mal von unserer 80er Jahre Jugend Mit Dir:

Nach der Party bei den Grünen ist mir doch dein Geist erschienen
Ich war ratlos, dachte bloß, wirst du mich wieder los,
dann zog sie ihn, sank er hin drei und vier

Nur mit dir – ungeheuer neues Feuer im Zweiklang
Mit dir – ab ans Ende aller Tage nur du, und ich
Ohne dich – kommt der Komet oder kommt er zuspät, frag nicht
Ob ich an sich – auch mal leben könnte ohne mich

Du bist so gestorben, wie Du gelebt hast, und so, wie Du sterben wolltest.

Und ich bin sicher: Du kannst auch ohne Dich leben.

1984

1. Februar 2008 4 Kommentare

Der 1948 erschienene Klassiker des britischen Schriftstellers George Orwell nimmt derzeit Verkaufsrang #16 in der Amazon.de Kategorie der “English Books” ein – über das ganze Jahr 2007 hinweg war die aus dem Jahr 1990 stammende, schlichte Neuauflage des Buchs durchschnittlich sogar auf Rang #12 der Kategorie.

Das wird vermutlich nicht vorrangig mit dem seit 1990 stattfindenden literarischen Nachholbedarf Ostdeutschlands zusammenhängen – Orwells Werk war dort wie auch im gesamten damals sog. “Ostblock” bis zur durch den Fall der Berliner Mauer spektakulär und hochsymbolisch sichtbar gewordenen Wende auf der Liste der verbotenen Bücher.

Möglicherweise wird ein Baustein zur Erklärung dieses erstaunlichen Verkaufsrangs aber sein, dass die vormalige österreichische Richterpräsidentin Barabara Helige mit ihrer assoziativen Verknüpfung Orwellscher Schreckensvisionen mit aktuellen politischen Entwicklungen (von der Vorratsdatenspeicherung bis zur weitgehenden Ausschaltung richterlicher Kontrolle bei polizeilicher Überwachung in Computer- und Telefonnetzen) im deutschsprachigen Raum alles anders als alleine ist. Auf die diesbezüglichen Stasi-Assoziationen unseres amtierenden VfGH-Präsidenten wurde von vielen und auch von mir bereits aufmerksam gemacht.

Nach der Initialzündung des 21. Jahrhunderts durch den vielleicht spektakulärsten und hochsymbolischsten Terroranschlag in der Geschichte der Menschheit greift die dadurch legitimierbar gewordene Politik der Angst mit der üblichen Verzögerung von ein paar Jahren nun anscheinend immer mehr auf den Alten Kontinent über.

Grund für mich, auf eine der ebenfalls zahlreicher werdenden, subtilen und Mut machenden Aktionen der gesellschaftlichen Gegenbewegung hinzuweisen: auf orwell.at kann man im öffentlichen Raum entdeckte Videokameras ganz einfach selbst auf einer Google-Karte dokumentieren. Auf das auf den schleichenden Einzug privater und staatlicher Überwachungskameras in unseren Alltag aufmerksam machende Projekt wurde ich selbst über helge.at aufmerksam.