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Smarter ways to flattr your readers.

27. Juli 2010 9 Kommentare

Last week I discussed the interesting economics underlying a social nanopayment service like flattr. And I offered the gift economy pessimists (me included) some food for thought: the widespread fear that such approaches could still fail to draw in enough of the read-only audience (instead of drawing in just the writers themselves) could eventually be tackled by a critical mass of very cost-intensive sites requiring their users to register with flattr.com before being allowed to view the content.

A chicken egg problem?

But even if I myself liked this theoretical thought, in the real world it would leave us with a kind of chicken-egg problem: the first chickens who decide to move in such a direction (restricting access) could experience even worse problems to get a daily egg laid (and generate some income). But does the real world provide us just with white and dark eggs? All or nothing?


(Foto Credits to vanherdehaage according Creative Commons BY-NC-SA 2.0)

Restricting access is still more of the same all or nothing, black and white thinking, isn’t it? What if we don’t think in terms of restricting but instead more in terms of attracting? If the fear that many people will in the long run not have enough incentives to share a small amount of their money turns out to be correct, we should consider to give them some more incentives, shouldn’t we?

Carrots for the read-only folks?

CarrotThe world of such incentives for paying users is already well explored in the field of software development: give away most of your software package for free but provide some really nice additional features for a paying audience. So why not consider similar things in order to give people a better reason to register with a service like flattr? E.g. let just users with a flattr account watch … the result of your latest user poll he or she just participated in? Well, why not. Or: let just users with a flattr account watch … the video embedded in your text and you are referring to? Maybe too harsh. Or: let just users with a flattr account watch … all comments to a text instead of just the ones older than 24 hours? Mmh, interesting. But there are probably much better ways.

Once flattr releases a (hopefully smart and capable) programming interface, the only limit to such things will be your sites content and your fantasy to take advantage of it. And you are requiring nobody to actually “pay” for anything on your site. You just suggest that a basic readiness to pay a little bit for the valued things would also give access to some additional benefits on your site.

The smarter such incentives and the more sites offering some well-balanced benefits the more readers who were not willing to pay before would then be willing to make a basic commitment by registering with a social payment service: just one flat fee a month for the ever growing amount of such benefits, globally? Bought.

(Foto Credits to kyntharyn74 according CC BY 2.0)

It’s a read-write culture.

CarrotAnd speaking about readers and writers: who is just consumer, reader and who is also contributor, author in the twenty-first century? Aren’t we heading more and more in the direction of a read-write culture anyway? Everybody who publishes a video on YouTube is an author? Fur sure. Everybody who shares his or her knowledge by contributing to Wikipedia is an author? As sure as eggs is eggs. Everybody who twitters valueable links on some special interest topic is an author? I believe, yes. And everybody who shares his or her valuable insights into upbringing children in an online community dedicated on the topic is an author? Of course. So why not having the option to flattr all those things in the future? One could easily find oneself having the flattr fee financed for lifetime after having published some boring afternoon video like this one with almost 400.000 views.

And if flattr one day also becomes a kind of a personal “transparency check” to measure whether you yourself on average actually “contribute more” or “consume more” in the internet, you can choose to either balance this with some dollars or choose to take time to write some more of your maybe already “famous” product reviews on amazon.com and let users flattr them…!

(Foto Credits to flashpro according CC BY 2.0)

So. Just something (almost) completely different left to be said: after my last post, I got some free beta invite codes from flattr. And I still have some of them. Anybody needs one? (And no, I am not affiliated with flattr at all. :-) )

Feel free to comment in english or german. And don’t forget to subscribe to updates for Brainstorming the Bastille on facebook.

Lang lebe die Glühbirne!

1. März 2010 1 Kommentar

… oder so was in der Art haben wir uns wohl gedacht, als wir uns diese Lampe zugelegt haben. Wir “trotzen” dem schrittweisen EU Verbot also auf unsere Weise, denn wir finden: erst durch die Bestückung mit einer so richtig hässlichen Energiesparlampe als “Glühwendel” wird sie “komplett”:

Lang lebe unsere Glühbirne.

Lang lebe unsere Glühbirne!

Fremdbestimmtheit…

19. Oktober 2009 10 Kommentare

…ist das für mich alles entscheidende Wort im heutigen Blogbeitrag von Christoph Chorherr. Arbeiten Sie noch? fragt er und hängt die unausgesprochene Zusatzfrage dran “Oder sind sie schon tätig?”.

Wir müssen uns nicht ganz mit dem achselzuckenden Statement begnügen “Manche mögen ihre Arbeit eben und andere eben nicht.” Wer es schafft, in ein im wesentlichen selbstbestimmtes Leben zu finden, in dem die eigene (erwerbsmäßige und nichterwerbsmäßige) Tätigkeit ein im wesentlichen ebenso selbstbestimmter Bestandteil geworden ist, der hat auch Freude daran. Freude an seiner Arbeit und Lebensfreude als solche.

Foto credits according Creative Commons BY-NC-SA 2.0

Ich habe jetzt in diesem Augenblick zwei Bauarbeiter in meiner Wohnung. Der eine ist wohl der Chef der Partie und macht alles mit mir aus, der andere ist der “Hilfshackler”. Beide arbeiten und kommunizieren sie mit einer Hingabe, Professionalität und Freude, dass es Spass macht zuzusehen. Die Freude auch an schwerer Arbeit entsteht nicht ganz zufällig. Gute Firmen finden gute Leute. Und gute Leute finden gute Firmen… ich überhäufe die beiden für die ersten getanen Arbeitsschritte mit wohlverdientem Lob. Und sie freuen sich wie zwei frischlackierte Hutschpferde.

Irgendwann gegen Ende seines Lebens wird auch der freudigste (Hand- oder Kopf-) Arbeiter etwas mehr zur Ruhe kommen wollen. Aber auch hier wieder. Gelingt es, diesen Prozess – der vielleicht für die meisten gar nicht in einem einzelnen Schritt zum “Ruhestand” bestehen sollte – im wesentlichen selbstbestimmt zu gestalten?

Selbstbestimmtheit wächst auf der Basis von Voraussetzungen. Ökonomische Voraussetzungen? Ja, sicher. Politische Voraussetzungen? Natürlich. Allerdings, selbst wenn all die benötigten Bedingungen politischer und ökonomischer Freiheit im wesentlichen gegeben sind, braucht es dann immer noch etwas. Man muss selber wollen. Das eine oder andere Risiko dafür auf sich nehmen. Und fast am allerwichtigsten: Man muss ca wissen wohin man will. Und damit meine ich nicht, was man “werden will” oder tun will. Das wird sich beim einen nie beim anderen viele Male im Leben ändern. Ich meine vielmehr Dinge wie: weiss ich zb, was ich mir für Arbeitsbedingungen erwarte? Weiss ich zumindest für mich selbst, welches Betriebsklima ich mir selbst zumuten möchte? Bin ich bereit zu gehen und was anderes zu probieren, wenn ich leide?

Schlecht geführte Betriebe leben von fremdbestimmten, leidenden Menschen die trotzdem nie und nimmer gehen würden. Sterbehilfe für schlecht geführte Betriebe ist schon heute legal: Leute, bitte geht.

Aber warum gehen sie in aller Regel nicht? Wiederum: wenn wir dem Reflex erliegen, allein die äusseren zB ökonomischen Bedingungen dafür verantwortlich zu machen, dann haben wir zwar immer ein stückweit recht. Aber der Reflex stammt aus einer Vergangenheit, in der “die Bedingungen” wirklich fast alles erklären konnten. Heute und hier in Mitteleuropa können sie zwar immer noch mehr als “fast nichts” erklären – aber doch auch viel zu wenig. Was der Heerschar an Menschen, die hier, heute, jetzt durchaus schon ausreichende Bedingungen für ein mutiges, selbstbestimmtes Leben vorfinden würden noch fehlt ist vor allem anderen die Überwindung der Barrieren im eigenen Kopf.

Wir glauben nicht an uns. Wir wissen es einfach nicht, dass wir selbst wichtig sind. Es hat uns nie jemand gesagt, oder? Wir haben keine Ahnung, wohin es uns bringen kann, wenn wir selbst für uns zu denken und entscheiden beginnen. Wir wissen auch nicht, dass unsere ganz eigene Art zu denken, hätten wir nur mal zu ihr gefunden, auch “wirtschaftlich” hochgefragt wäre. Das allerschwierigste für arbeitnehmersuchende Unternehmer ist es unternehmerisch denkende Arbeitnehmer zu finden. Selbst offensichtlich hochintelligente Menschen finden nur allzuoft nicht den Schlüssel zu sich selbst, der sie selbst vom Ausführenden zum Handelnden macht.

Der Homo politicus denkt an dieser Stelle an unser Bildungssystem. Auch dieses krankt vornehmlich an genau dieser Stelle. Wir lernen von klein auf das Ausführen statt selbst zu handeln, wir lernen zu wiederholen statt zu erfinden, zu gehorchen statt den richtigen Weg zu suchen. Zufall? Wohl kaum.

Wir müssen als ganze Gesellschaft erst den Schritt raus aus dem Industriezeitalter machen. Das Fliessband hat ausgedient. In den Fabriken stehen längst mehr Roboter als Menschen. Wir müssen keine Rädchen mehr sein. Was die Menschen emotional verkrüppelt hat, war nie der “Kapitalismus”. Es war die (historisch wohl notwendige, unvermeidliche) Phase des “Industrialismus”. Die Sozialdemokratie kämpft immer noch – halbherzig, ok – gegen ersteren und klammert sich mit verbissenem Stolz an zweiterem fest.

Die Nachricht ist auch zu gut um wahr zu sein. Wir könnten im entwickeltsten Teil des Globus nun vorangehen und den Industrialismus für immer hinter uns lassen. Erster Schritt: alle industriell geprägten Strukturen raus aus den Schulen.

Sehr angstmachend, solang der Roboter im Kopf immer weiterrobotet. Es wird daher wohl doch noch ein, zwei Generationen lang sickern müssen.

(Fast) Ohne Worte

11. November 2008 Keine Kommentare

Die Post will also bis 2015 bis zu einem Drittel der Belegschaft abbauen, die AUA soll bekanntlich unter Zeitdruck zu möglichst hohem Preis niedrigen Kosten verkauftschenkt werden, und ja, die Telekom Austria überrascht nur ungelernte Österreicher heute mit einer Gewinnwarnung und baut bereits bis Ende 2009 zumindest 1.250 Beschäftigte ab.

Während Infrastrukturminister Faymann meint, diese Entwicklungen per Verordnung bremsen zu können, versuchen die Mitarbeiter des gesunden Unternehmens Post mit Eigeninitiative und neuen sowie kreativen Marketingideen auch dem Kunden die Qualität der Produkte näher zu bringen:

aon-tv

Gesehen heute im Eingangsbereich einer Wiener Postfiliale.

Die Erste…

30. Oktober 2008 10 Kommentare

… wird nicht die letzte sein.

Erste Group nimmt Staatshilfe in Anspruch.

Den österreichischen Banken gehts hervorragend und nein, diese vierunddreissig klar von den anderen unterscheidbaren Stimmzettel sind nicht markiert.