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Ein ÖVP 100er für Sicherheitstüren?

22. Februar 2008

Die ÖVP Wien versucht anscheinend ihr sicherheitspolitisches Profil zu schärfen und wünscht neben der Einführung einer Stadtwache, der Verschärfung des Bettelverbotes, einem Alkoholverbot in ausgewiesenen Zonen und verstärkter Videoüberwachung mit Aufzeichnungsmöglichkeit eine verstärkte, öffentliche Förderung für “einbruchshemmende Einrichtungen”.

Haben das besonders schlaue Spindoktoren geraten, dass genau letzteres eine Forderung sein könnte, mit der man HCs Politparolen ein wenig garnieren kann, ohne gleichzeitig aber auf ausreichende Streicheleinheiten für die guten alten Hietzinger und Döblinger Regimenter zu vergessen – ganz im Sinn möglichst treffsicherer Zielgruppenpolitik?

Laut ÖVP Wien sollten die heute in Wien nur für sehr alte Wohnungen existierenden Förderungen “aufgestockt und auf Eigenheime, Reihenhäuser, Kleingärten und Neubauten ausgedehnt” werden.

Eine Frage darf da an die Mehr-Privat-Weniger-Staat-Partei schon gestellt werden: müssen all diejenigen, die sich vor Einbrechern fürchten (müssen), ihre Alarmanlagen, Sicherheitstüren und bruchsicheren Verglasungen wirklich von jenen finanzieren lassen, die ganz cool bei offenen Türen ein- und ausgehen – weil sie ihr gesamtes Einkommen fürs Leben brauchen und daher keinerlei Reichtümer angesammelt haben, für die sich auch nur irgendjemand näher interessieren würde?

Pointierter: ist es Villenbewohnern wirklich gänzlich unzumutbar, bei mangelnder Liquidität für die neue Rundum-Sorglos-Strategie dann eben zunächst die eine oder andere der zu beschützenden Ming-Vasen zum Dorotheum zu tragen?

Eine besonders schöne Blüte österreichischer Subventionitis. Und ÖVP Wien “at its best”.

Das Geständnis

12. Februar 2008

des Wolfs.

Köstlich!

Update 14.02.2008: Das gesamte Moderatorentagebuch ist derzeit offline. Der Text findet sich aber auch im Google Cache.

Update 21.02.2008: … und für die profane Ewigkeit nunmehr auch bei helge.

Klug?

8. Februar 2008

Liese Prokop hat also klug entschieden und mit der Verschiebung der Aufklärung kriminalpolizeilicher Ermittlungsfehler habe man de facto den SPÖ-Innenminister Schlögl des Jahres 1998 bis nach der NR-Wahl 2006 verschont… und auch an Natascha Kampusch hätte man laut ÖVP-Missethon damals denken müssen, als Liese Prokops Entscheidung fiel, diese Evaluierung nicht in der heißen Phase des Wahlkampfes stattfinden zu lassen.

Allein: warum wird dann erst jetzt 2008 – und nach einer durch Enthüllungen des entfernten Bundeskriminalamtschefs Herwig Haidinger ausgelösten medialen Debatte – “evaluiert”? Warum hat man die eineinhalb Jahre seit der Wahl nicht mehr so intensiv an Frau Kampusch gedacht und zur Klärung aller Vorfragen beigetragen, die entscheidend dafür sein könnten, ob sie einen Amtshaftungsanspruch gegen die Republik hat?

Tsts, Herr Missethon, geht’s nun in dieser Tonart weiter?