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	<title>Brainstorming the Bastille &#187; Todesstrafe</title>
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	<description>Brainstorming the Bastille</description>
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		<title>Sauerstoff, Zucker, Liebe, Arbeit, Mord.</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 12:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern abend habe ich dem Sommer Open Air Kino wie noch nie des Filmarchivs Austria am Wiener Augartenspitz einen ersten Besuch abgestattet. 


Die Atmosphäre des Kinos ist für einen urbanen Ort durch fast schon kitschig idyllische Naturromantik geprägt: inmitten verwachsener Bäume ein angenehm dimensioniertes nach Wald duftendes Freiluftkino (unbedingt nach einem ordentlichen Sommergewitter hingehen). Beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend habe ich dem Sommer Open Air <a href="http://www.kinowienochnie.at/">Kino wie noch nie</a> des Filmarchivs Austria am Wiener Augartenspitz einen ersten Besuch abgestattet. </p>
<p><a href="http://www.kinowienochnie.at/"><img src="http://martin.schimak.at/wp-content/uploads/2009/07/kinowienochnie.png" alt="Kino wie noch nie" title="Kino wie noch nie" width="95" height="120" class="size-full wp-image-1062" style="float:left; margin-left: 120px; margin-right: 30px"/></a></p>
<p><a href="http://www.filmarchiv.at/"><img src="http://martin.schimak.at/wp-content/uploads/2009/07/filmarchiv.gif" alt="Filmarchiv" title="Filmarchiv" width="125" height="120" class="size-full wp-image-1061" /></a></p>
<p>Die Atmosphäre des Kinos ist für einen urbanen Ort durch fast schon kitschig idyllische Naturromantik geprägt: inmitten verwachsener Bäume ein angenehm dimensioniertes nach Wald duftendes Freiluftkino (unbedingt nach einem ordentlichen Sommergewitter hingehen). Beim Eintritt bekommt man gut dimensionierte Decken &#8211; für den Fall der Fälle &#8211; und auf jedem Platz liegt eine kleine Tafel Begrüssungsschokolade. Da das Kino nicht voll war konnte man alsbald auch die Nachbarschokoladen &#8220;stiebitzen&#8221;. Ausgestattet mit Unmengen an sommerabendlich warmer, sauerstoffreicher Luft und kleinen Mengen Zucker war es also kein Problem dem überlangen Streifen hochkonzentriert zu folgen &#8211; immer voll bei der Sache.</p>
<p>Der überlange Streifen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lars_von_Trier">Lars von Triers</a> <strong>Dancer in the Dark</strong> mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rk">Björk</a> in der Hauptrolle, nein, vollständig verwachsen und eigentlich ident mit ihr, und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Deneuve">Catherine Deneuve</a> in der wichtigsten Nebenrolle. Ich kannte diesen aus dem Jahr 2000 stammenden und vielfach ausgezeichneten Film &#8211; unter anderem mit der Goldenen Palme von Cannes &#8211; noch gar nicht. Und so unvorbereitet und arglos ich hineinging, so wuchtig und aufwühlend schlug er dann eben auch ein.</p>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dancer_in_the_Dark#Handlung">Handlung</a> kann man <a href="http://www.imdb.com/title/tt0168629/plotsummary">nachlesen</a>, aber keine Nacherzählung kann diesem filmischen wie musikalischen Kunstwerk annäherend gerecht werden. Ich möchte auch nur einen szenischen Aspekt herausgreifen und dann versuchen sowas wie ein Fazit oder eine kleine &#8220;Lehre&#8221; für mich zu ziehen. Man darf weiterlesen, ohne die Handlung vollständig verraten zu bekommen.</p>
<p><img src="http://martin.schimak.at/wp-content/uploads/2009/07/fabrik.png" alt="Björk und Catherine Deneuve in &quot;Dancer in the Dark&quot;" title="Björk und Catherine Deneuve in &quot;Dancer in the Dark&quot;" width="448" height="308" class="size-full wp-image-1071" /></p>
<p>Das Leben der hochmusikalischen, hocheinfühlsamen Blechfabriksarbeiterin Selma dreht sich, <strong>vor</strong> genauso wie <strong>nach</strong> dem tiefen Einschnitt, dem es ausgesetzt wird, um die Liebe zu ihrem einzigen Sohn. Ihm möchte sie durch jahrelanges, eisernes Sparen eine teure Operation finanzieren. Er soll damit ihrem eigenen Schicksal einer genetisch bedingten Erblindung in der Mitte des Lebens durch einen rechtzeitigen Eingriff entrinnen. Ihm war daher auch schon die Auswanderung aus der damaligen Tschechoslowakei in die Vereinigten Staaten von Amerika gewidmet, dem Land, in dem eine solche Operation medizinisch möglich schien. Warum und wie diese ihre aufopfernde Konsequenz mit der immer heiteren und vollständig im Hier und Jetzt verwurzelten Selma vereinbar ist kann man nur fühlen, wenn man den Film sieht.</p>
<p>Der folgende zentrale Einschnitt in Selmas Leben stellt nun zwar einen massiven Wendepunkt der äusseren Ereignisse dar, nicht jedoch einen Wendepunkt in der Konsequenz ihrer Bemühungen rund um den von ihr selbst definierten und oben beschriebenen Sinn ihres eigenen Daseins. </p>
<p><strong>Selma tötet ihren Vermieter, den lokalen Sheriff.</strong> Diese bar jeder Gewaltlüsternheit und dennoch knallhart direkt abgefilmte, ganz und gar detailliert realistische, wie gleichzeitig in ihrer Genese völlig absurde Szene gehört wohl mit zum Schockierendsten, das ich jemals auf einer Leinwand gesehen habe. Schockierend nur teilweise wegen der zu sehenden Gewalt, sondern vor allem auch deshalb, weil die nunmehr bereits erblindete Selma, die mit dem Sheriff um das von diesem ihr zuvor entwendete Ersparte kämpft durch eine Abfolge an kleinen Ereignissen und Wendungen in eine Tathandlung hineingezogen wird, die juristisch eine nahezu unentwirrbare Kombination aus Notwehr, Unfall, Tötung auf Verlangen, Totschlag und Mord darstellt. Schockierend auch deshalb, weil man als Zuschauer vollständig Selma ist und sich mit ihr gemeinsam dem Sog eines letztlich unvermeidlich nachvollziehbaren, nicht nur mitgefühlten, sondern bis zu einem gewissen Grad auch mitgewollten Tötungsvorgangs kaum entziehen kann. Schockierend schlussendlich, weil man nach dem Betrachten der Szene bereits <strong>weiß</strong>, dass sich die Komplexität des eigentlichen Geschehens für die nicht unmittelbar beteiligte Aussenwelt geradezu unentrinnbar als vielleicht sogar relativ ordinärer Raubmord darstellen wird müssen.</p>
<p><img src="http://martin.schimak.at/wp-content/uploads/2009/07/selma.png" alt="Björk als Selma Jezkova" title="Björk als Selma Jezkova" width="448" height="367" class="size-full wp-image-1063" /></p>
<p>Es gibt in diesem Film nichts individualisierbar zutiefst &#8220;Böses&#8221;, nur zutiefst Gescheitertes. In ihrem Scheitern vorgeführt sind nicht nur einzelne Individuen, ist nicht nur der Glaube an die Sinnhaftigkeit der Todesstrafe, sondern letztlich auch eine Gesellschaft, die sich nahezu ausschliesslich auf privat organisierte Netze für das Scheitern des Einzelnen verlässt. Das so notwendige wie wünschenswerte Amalgam privater, sozialer Beziehungen bestehend aus den Möglichkeiten gegenseitiger Leistungen und des Geldes, aber genauso auch menschlicher Freundschaft, Zusammengehörigkeit und gegenseitigem Mitgefühl reicht am Ende nicht um Selma <strong>und</strong> ihren Sohn zu retten. </p>
<p>All das findet statt inmitten einer Szenerie von Menschen, die im besten altruistischen wie gesund-egoistischen Sinn &#8220;ganze&#8221; Menschen sind, amerikanische Bürger, die hochaktiv und verständig ihr Glück im Hier und Jetzt verfolgen, ohne per se Ansprüche an Andere zu stellen oder Anderen im Weg stehen zu wollen.</p>
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		<title>Barack&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 08:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Todesstrafe]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;das wars dann wohl mit uns beiden. Da ist bei mir Schluss mit lustig. Raus aus meiner Wohnung, ich will Dich hier nie wieder sehen.
http://derstandard.at/?url=/?id=3392259
(via cc)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;das wars dann wohl mit uns beiden. Da ist bei mir Schluss mit lustig. Raus aus meiner Wohnung, ich will Dich hier nie wieder sehen.</p>
<p><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3392259">http://derstandard.at/?url=/?id=3392259</a></p>
<p>(via <a href="http://chorherr.twoday.net/stories/5020341/">cc</a>)</p>
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		<title>Hallowed be thy Name</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 21:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Todesstrafe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wichtiges Stück meiner frühen Jugend, aber eigentlich keine Ahnung wieso ich heute wieder mal danach gegriffen habe: unfassbare Gitarrensoli, ein melodisches Riff nach dem anderen, grenzgenial auch die stimmliche Leistung Bruce Dickinsons, man achte nur ein bisschen bewusster auf den Übergang vom langsamen Beginn zum extrem kraftvollen Hauptteil. Metal der 80er Jahre auf höchstem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wichtiges Stück meiner frühen Jugend, aber eigentlich keine Ahnung wieso ich heute wieder mal danach gegriffen habe: unfassbare Gitarrensoli, ein melodisches Riff nach dem anderen, grenzgenial auch die stimmliche Leistung Bruce Dickinsons, man achte nur ein bisschen bewusster auf den Übergang vom langsamen Beginn zum extrem kraftvollen Hauptteil. Metal der 80er Jahre auf höchstem Niveau &#8211; und wer sich dadurch musikalisch überfordert fühlt, der möchte sich vielleicht zumindest anhand der Lyrics ein Bild davon machen, dass hier auch inhaltlich Tiefgang geboten wird: es geht um die Gedanken, Reflexionen und letzten Hoffnungen eines Menschen unmittelbar vor dem Weg zum Galgen &#8211; ein nach wie vor aktuelles, wenn auch hoffentlich nicht für immer zeitloses Thema&#8230;</p>
<blockquote><p><object width="320" height="267" data="http://www.youtube.com/v/b2za92DQOCw&amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/b2za92DQOCw&amp;hl=en" /></object></p>
<p><em>Im waiting in my cold cell when the bell begins to chime<br />
Reflecting on my past life and it doesnt have much time<br />
Cos at 5 o&#8217;clock they take me to the </em><a style="font-weight: bold" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gallows"><em>gallows</em></a><em> pole<br />
The sands of time for me are running low</em></p>
<p><em>When the priest comes to read me the last rites<br />
I take a look through the bars at the last sights<br />
Of a world that has gone very wrong for me</em></p>
<p><em>Can it be theres some sort of error<br />
Hard to stop the surmounting terror<br />
Is it really the end not some crazy dream</em></p>
<p><em>Somebody please tell me that Im dreaming<br />
Its not so easy to stop from screaming<br />
But words escape me when I try to speak<br />
Tears they flow but why am I crying<br />
After all I am not afraid of dying<br />
Dont believe that there is never an end</em></p>
<p><em>As the guards march me out to the courtyard<br />
Someone calls from a cell God be with you<br />
If theres a God then why has he let me die?</em></p>
<p><em>As I walk all my life drifts before me<br />
And though the end is near Im not sorry<br />
Catch my soul cos its willing to fly away</em></p>
<p><em>Mark my words please believe my soul lives on<br />
Please dont worry now that I have gone<br />
Ive gone beyond to see the truth</em></p>
<p><em>When you know that your time is close at hand<br />
Maybe then youll begin to understand<br />
Life down there is just a strange illusion.<br />
</em></p></blockquote>
<p>Tja, Iron Maiden, in den guten alten Zeiten: genau Euch hat also ein nostalgisches Metalhead wie ich heute anscheinend gebraucht&#8230;</p>
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		<title>&#8220;Der letzte Tag &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2007 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Todesstrafe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; eines Verurteilten&#8221; ist ein 1829 veröffentlichtes Plädoyer gegen die Todesstrafe von Victor Hugo, der heute zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern gezählt wird, dessen Werke zu seiner Zeit aber teilweise als regimekritisch verboten wurden.
Der Text erzählt von den letzten Tagen eines zum Tode verurteilten Mannes, der auf seine Hinrichtung wartet. Dabei bleibt der Vater einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; eines <a href="http://www.amazon.de/letzte-Tag-eines-Verurteilten/dp/3257212348">Verurteilten</a>&#8221; ist ein 1829 veröffentlichtes Plädoyer gegen die Todesstrafe von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Hugo">Victor Hugo</a>, der heute zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern gezählt wird, dessen Werke zu seiner Zeit aber teilweise als regimekritisch verboten wurden.</p>
<p>Der Text erzählt von den letzten Tagen eines zum Tode verurteilten Mannes, der auf seine Hinrichtung wartet. Dabei bleibt der Vater einer kleinen Tochter namenlos und auch sein Verbrechen bleibt ungenannt. Er hofft bis zum letzten Moment auf die Möglichkeit einer Begnadigung, will leben, und muss am Ende doch &#8220;pünktlich&#8221; zum vorgesehenen Termin sterben.</p>
<p>179 Jahre später ist die Praxis der Todesstrafe immer noch nicht von unserem Planeten verschwunden. Ich werde auch 2008 <a href="http://www.amnesty.at/">amnesty international</a> in seiner oft aussichtslos scheinenden Arbeit für die universelle Anerkennung der Menschenrechte als kleines Mitglied unterstützen. Ich denke eigentlich schon, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Todesstrafe2.png">diese Karte</a> eines &#8211; noch fernen &#8211; Tages restlos blau sein wird.</p>
<p>Die Verteilung der Farben ist übrigens nicht ganz zufällig. Wenn ich die Karte so betrachte, dann meine ich vor allem zwei Faktoren zu spüren, die hier eine wesentliche Rolle spielen: <strong>Religion</strong> und <strong>Entwicklung</strong>.</p>
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